Anemone in Rosa – zarter Frühlingsbote
Die Anemone gehört zu den Hahnenfußgewächsen und besticht durch ihre schalenförmigen Blüten auf schlanken, fein behaarten Stielen. Die rosafarbenen Sorten reichen von blassem Altrosa bis zu kräftigem Pink, und fast immer setzt das dunkle Blütenzentrum mit den dicht stehenden Staubgefäßen einen reizvollen Kontrast zu den seidig schimmernden Blütenblättern.
Knapp unterhalb der Blüte sitzt ein feingliedriger Kranz aus tief geschlitzten Hochblättern, der dem Stiel seine typische, beinahe grafische Silhouette verleiht. Als Schnittblume stammt die Anemone meist von der Kronen-Anemone, die vom Spätherbst bis ins Frühjahr blüht – von Jänner bis April ist ihre schönste Zeit.
Mit einer Stiellänge von rund 25 bis 40 Zentimetern eignet sie sich für großzügige Sträuße ebenso wie für kleine Arrangements in niedrigen Gefäßen.
Pflege und Haltbarkeit in der Vase
Anemonen mögen es kühl und frisch. Schneiden Sie die Stiele schräg mit einem scharfen Messer an und stellen Sie die Blumen in eine saubere Vase mit nur wenigen Zentimetern kaltem Wasser – die weichen Stiele werden in zu tiefem Wasser rasch weich. Wechseln Sie das Wasser am besten täglich und entfernen Sie Blätter, die unter die Wasserlinie reichen.
Ein heller, aber nicht sonniger Platz fernab von Heizkörpern und von der Obstschale verlängert die Freude, denn das von reifem Obst abgegebene Reifegas lässt die Blüten schneller altern. Typisch für die Anemone: Sie wächst in der Vase weiter, öffnet ihre Blüten tagsüber im Licht und schließt sie abends wieder.
Mit guter Pflege hält ein Strauß etwa fünf bis acht Tage. Im Garten werden die Knollen im Herbst oder zeitigen Frühjahr in durchlässigen, humosen Boden an einen sonnigen bis halbschattigen Platz gesetzt.
Ein Strauß für viele Anlässe
Rosa Anemonen wirken zugleich romantisch und modern – ideal für alle, die es zart, aber nicht süßlich mögen. Sie passen zu Geburtstagen, zu Ostern und zum Muttertag, als Frühlingsgruß, als Dankeschön oder als aufmunternder Genesungswunsch. Besonders schön kommen sie in kleinen Gruppen zur Geltung, etwa in mehreren Flaschen oder Glasvasen auf dem Tisch, oder kombiniert mit Tulpen, Ranunkeln und frischem Grün.
Da die Anemone nur wenig duftet, eignet sie sich auch für empfindliche Nasen und für den Esstisch. Ein Hinweis am Rande: Der Pflanzensaft kann die Haut reizen, Anemonen sollten daher außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren stehen.