Giftige Schnittblumen für Hunde und Katzen

Einige beliebte Schnittblumen können für Hunde und Katzen gefährlich sein. Hier finden Sie einen einfachen Ratgeber zu den Blumen, die Sie meiden sollten – und welche sichereren Alternativen wir für Haushalte mit Haustieren empfehlen.

Zuletzt aktualisiert: Von: BlumenBestellen.at Redaktion Lesezeit: ca. 6 Min.
🐱 Lilien können für Katzen lebensgefährlich sein — auch Pollen und Vasenwasser.
🌷 Tulpenzwiebeln sind giftiger als die Blume — Blütenblätter verursachen meist mildere Symptome.
🌹 Rosen und Gerbera sind oft sicherere Wahl in Haushalten mit Hund oder Katze.

Viele übliche Sträuße, besonders Mischsträuße aus Supermärkten oder Floristen, enthalten Blumen, die in Haushalten mit Haustieren völlig ungeeignet sind. Zu wissen, welche Schnittblumen für Hund und Katze am gefährlichsten sind, hilft Ihnen, den richtigen Strauß zu wählen, ihn sicher zu platzieren oder bestimmte Blumen bei der Bestellung wegzulassen.

Schnellübersicht

  • LilienSehr gefährlich für Katzen, können akutes Nierenversagen verursachen.
  • TulpenKönnen Erbrechen und Reizungen verursachen, die Zwiebeln sind am schlimmsten.
  • NarzissenHochgradig giftig, sowohl Hund als auch Katze.
  • HyazintheDer Saft reizt Mund und Haut, Erbrechen häufig.
  • AmaryllisGiftig für Hund und Katze, üblich zur Weihnachtszeit.
  • ChrysanthemeEnthält Pyrethrine, giftig für beide Tierarten.
  • Rosen, Gerbera, Sonnenblumen, Freesie, LöwenmäulchenOft sicherere Wahl.
Über diesen Ratgeber. Sachinformationen aus deutschen und internationalen Tierärzteverbänden und internationalen Pflanzendatenbanken inklusive ASPCA (American Society for the Prevention of Cruelty to Animals). Im Notfall kontaktieren Sie immer einen Tierarzt.

⚠ Wichtig zu Lilien und Katzen

Lilien (Gattungen Lilium und Hemerocallis) sind extrem giftig für Katzen. Selbst kleine Mengen Pollen, ein gekautes Blatt oder Wasser aus der Vase können akutes Nierenversagen verursachen. Wenn Sie eine Katze haben: vermeiden Sie Lilien zu Hause vollständig. Bei Verdacht auf Exposition kontaktieren Sie noch am selben Tag einen Tierarzt.

Für Hunde sind Lilien weniger gefährlich, aber viele andere übliche Schnittblumen (Tulpe, Hyazinthe, Amaryllis) können Erbrechen, Durchfall und Speicheln verursachen. Zwiebeln und Wurzeln sind oft giftiger als die Blütenblätter selbst.

Liste giftiger Schnittblumen

Zehn übliche Schnittblumen und ihr Risiko für Hund und Katze. Die Risikostufen sind allgemein: kleine Mengen verursachen meist milde Symptome, größere Mengen können schwerwiegend sein.

Blume Katze Hund Häufige Symptome Kommentar
LilieLilium / Hemerocallis⛔ Extrem⚠ MittelErbrechen, Speicheln, Lethargie, akutes Nierenversagen (Katze)Inklusive Pollen und Vasenwasser. Niemals Lilien haben, wenn Sie eine Katze haben.
Tulpe⚠ Mittel⚠ MittelSpeicheln, Erbrechen, Durchfall, BauchschmerzenDie Zwiebel ist am giftigsten. Blütenblätter verursachen meist mildere Symptome.
NarzisseNarcissus⛔ Hoch⛔ HochHeftiges Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, KrämpfeEnthält Lycorin. Zwiebeln und Blätter sind am gefährlichsten.
Hyazinthe⚠ Mittel⚠ MittelSpeicheln, Erbrechen, HautreizungDer Saft kann Mund und Haut reizen. Die Zwiebel ist am giftigsten.
Amaryllis⛔ Hoch⛔ HochHeftiges Erbrechen, Speicheln, Blutdruckabfall, ZitternÜblich zur Weihnachts- und Neujahrszeit. Zwiebel und Stiel besonders giftig.
Nelke✓ Niedrig✓ NiedrigLeichte Magenbeschwerden, ErbrechenAllgemein mild. Größere Menge kann Dermatitis verursachen.
Chrysantheme⚠ Mittel⚠ MittelErbrechen, Durchfall, Speicheln, HautreizungEnthält Pyrethrine, dieselben Stoffe wie in Flohmitteln.
Hortensie⚠ Mittel⚠ MittelErbrechen, Durchfall, LethargieEnthält cyanogene Glykoside. Größere Mengen können schwerwiegend sein.
Iris⚠ Mittel⚠ MittelSpeicheln, Erbrechen, Bauchschmerzen, HautreizungWurzelstöcke und Saft sind besonders reizend.
Gladiole⚠ Mittel⚠ MittelSpeicheln, Erbrechen, Durchfall, LethargieDie Knolle ist am giftigsten. Die Schnittblume verursacht eine mildere Reaktion.
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Risikostufe für Katze und Hund — visueller Vergleich

Länge und Farbe des Balkens entsprechen dem relativen Vergiftungsrisiko. Länger und dunkler = gefährlicher. Katze oben, Hund unten pro Blume.

BlumeRisikoStufe
Lilie🐱
Extrem
🐶
Mittel
Narzisse🐱
Hoch
🐶
Hoch
Amaryllis🐱
Hoch
🐶
Hoch
Tulpe🐱
Mittel
🐶
Mittel
Hyazinthe🐱
Mittel
🐶
Mittel
Chrysantheme🐱
Mittel
🐶
Mittel
Hortensie🐱
Mittel
🐶
Mittel
Iris🐱
Mittel
🐶
Mittel
Gladiole🐱
Mittel
🐶
Mittel
Nelke🐱
Niedrig
🐶
Niedrig

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Golden Retriever schnüffelt neugierig an einem Strauß roter Tulpen drinnen, Tulpen können Magenbeschwerden bei Hunden verursachen
Hunde sind oft neugierig auf Blumen zu Hause. Tulpen können Speicheln, Erbrechen und Bauchschmerzen verursachen, selbst bei kleinen Mengen.

Schnittblumen, die oft sicherere Wahl sind

Keine Pflanze ist völlig risikofrei, denn auch ungiftige Blumen können Magenbeschwerden verursachen, wenn der Hund oder die Katze viel frisst. Diese sind jedoch nicht mit schweren Vergiftungen assoziiert und funktionieren in der Regel gut in Haushalten mit Haustieren.

BeliebtesteRosenKlassischer Strauß. Die Dornen sorgen dafür, dass Tiere sie meist in Ruhe lassen.Rosen bestellen
OrchideenStilvoll und langlebig. Sehr geringe Giftigkeit.Orchideen ansehen
GerberaFarbenfroh und oft in Sträußen verwendet. Allgemein sicher.Gerbera ansehen
SonnenblumenGroß und ausdrucksstark. Keine bekannten schweren Risiken.Sonnenblumen bestellen
LöwenmäulchenFarbenfrohe Saisonblume. Oft eine ruhige Wahl.Löwenmäulchen ansehen
FreesieDuftend und schlank. Oft sicher, vermeiden Sie massive Aufnahme.Freesie ansehen
Katze neben Vase mit roten Gerbera auf dem Tisch, Gerbera ist oft eine sicherere Wahl in Haushalten mit Haustieren
Gerbera ist nicht mit schweren Vergiftungen bei Hund und Katze assoziiert und ist eine farbenfrohe Wahl für zu Hause.

Was tun, wenn Hund oder Katze eine Blume gefressen hat?

  1. Entfernen Sie die Pflanze aus dem Maul des Tieres. Spülen Sie das Maul mit lauwarmem Wasser, wenn Sie das ohne Stress für das Tier tun können. Sammeln Sie eventuelle restliche Pflanzenteile vom Boden auf.
  2. Identifizieren Sie die Blume. Bewahren Sie ein Stück der Pflanze auf oder machen Sie ein Foto. Notieren Sie ungefähre Menge und Zeit. Diese Information ist wertvoll für den Tierarzt.
  3. Kontaktieren Sie sofort einen Tierarzt bei Verdacht auf Vergiftung. Rufen Sie Ihren Haustierarzt oder den nächsten diensthabenden Tierarzt an. Der Tierarzt sollte in einer akuten Situation immer die erste Wahl sein.
  4. Lösen Sie kein Erbrechen selbst aus. Das kann mehr schaden als nutzen. Warten Sie auf die Anweisung des Tierarztes.
  5. Beobachten Sie das Tier genau. Symptome wie Speicheln, Erbrechen, Lethargie, Krämpfe oder verminderte Urinmenge erfordern einen akuten Tierarztbesuch, auch wenn das Tier zunächst munter wirkt.

Wann erscheinen die Symptome? Zeitachse bei Vergiftung

Der Symptombeginn hängt von Blume, Dosis und Tier ab. Warten Sie nie auf „deutliche Symptome” — kontaktieren Sie bei kleinstem Verdacht einen Tierarzt.

0–3 Std.Frühe AnzeichenSpeicheln, Kaubewegungen, Mundreizung, leichtes Erbrechen. Am häufigsten bei Tulpe, Hyazinthe, Chrysantheme.
3–12 Std.Stärkere SymptomeWiederholtes Erbrechen, Durchfall, Lethargie. Lilie: oft erste Anzeichen von Übelkeit und Fellpflege nach Pollen.
12–48 Std.Schwere KomplikationenNarzisse und Amaryllis: Herzrhythmusstörungen, Krämpfe. Kontaktieren Sie einen Tierarzt, auch wenn die Symptome „nachgelassen” haben.
12–72 Std.Nierenwirkung (Lilie, Katze)Verminderte Urinmenge, anhaltende Lethargie, Dehydrierung. In diesem Stadium ohne Behandlung oft lebensbedrohlich.

Häufig gestellte Fragen

Welche Schnittblumen sind am gefährlichsten für Katzen?

Lilien (Gattungen Lilium und Hemerocallis) sind die allergefährlichsten. Selbst kleine Mengen Pollen, ein gekautes Blatt oder Wasser aus der Vase können akutes Nierenversagen bei Katzen verursachen. Andere besonders riskante Schnittblumen sind Amaryllis, Tulpe und Hyazinthe.

Ist das Vasenwasser gefährlich, wenn die Katze trinkt?

Ja, wenn die Vase Lilien enthält. Pollen und Pflanzensaft lösen sich im Wasser und können giftig sein. Stellen Sie Lilien außer Reichweite und lassen Sie eine Katze niemals aus der Vase trinken. Bei Verdacht auf Exposition kontaktieren Sie noch am selben Tag einen Tierarzt.

Mein Hund hat an einer Tulpe geknabbert, sollte ich mir Sorgen machen?

Tulpen verursachen meist Magenbeschwerden bei Hunden (Erbrechen, Speicheln, Durchfall). Die Zwiebeln sind giftiger als die Blütenblätter. Spülen Sie das Maul, entfernen Sie Pflanzenteile, bieten Sie Wasser an und kontaktieren Sie einen Tierarzt, wenn die Symptome stark sind oder mehr als ein paar Stunden andauern.

Welche Schnittblumen sind oft bessere Wahl, wenn ich Haustiere habe?

Rosen, Gerbera, Sonnenblumen, Löwenmäulchen, Freesie und die meisten Orchideen sind oft bessere Wahl. Keine Pflanze ist völlig risikofrei, denn auch ungiftige Blumen können bei großer Aufnahme Magenbeschwerden verursachen, aber diese sind nicht mit schweren Vergiftungen assoziiert.

Wie schnell zeigen sich Symptome bei einer Vergiftung?

Das variiert. Lilienvergiftung bei Katzen verursacht Speicheln und Erbrechen innerhalb von 1–3 Stunden. Nierenwirkungen zeigen sich nach 12–72 Stunden. Tulpe und Hyazinthe verursachen oft Magenbeschwerden innerhalb einer Stunde. Warten Sie nicht auf Symptome, kontaktieren Sie bei Verdacht sofort einen Tierarzt.

Wen rufe ich bei akuter Vergiftung an?

Rufen Sie in erster Linie Ihren Tierarzt oder den diensthabenden Tierarzt an. Sie können auch die Vergiftungsinformationszentrale Wien (+43 1 406 43 43, rund um die Uhr) für Beratung kontaktieren, aber der Tierarzt sollte bei einer akuten Situation mit einem Tier immer die erste Wahl sein.

Ist Lilienpollen gefährlich, auch wenn die Katze die Blume nicht gefressen hat?

Ja. Pollen, der am Fell haften bleibt und bei der Fellpflege abgeleckt wird, kann eine Vergiftung verursachen. Hat die Katze gelben Pollen im Fell, wischen Sie ihn vorsichtig mit einem feuchten Tuch ab und rufen Sie einen Tierarzt zur Beurteilung an.

Sind Amaryllis und Weihnachtsstern sicher zu Hause?

Amaryllis ist giftig für Hund und Katze, stellen Sie sie außer Reichweite. Weihnachtsstern ist milder als sein Ruf, kann aber Magenbeschwerden verursachen; halten Sie ihn unzugänglich. Sicherere Weihnachtsalternativen sind Freesie, Löwenmäulchen und Rosensträuße.

Was tue ich, wenn ich nicht sicher bin, welche Blume das Tier gefressen hat?

Bewahren Sie ein Stück der Pflanze auf oder machen Sie ein Foto. Rufen Sie sofort einen Tierarzt an und beschreiben Sie Menge, Zeit und eventuelle Symptome. Versuchen Sie nicht, ohne Anweisung des Tierarztes Erbrechen auszulösen.

Ist Hortensie gefährlich für Hund und Katze?

Hortensienblätter und -knospen enthalten cyanogene Glykoside, die bei größerer Aufnahme Erbrechen, Durchfall und Lethargie verursachen können. Kleineres Knabbern verursacht meist leichte Magenbeschwerden. Kontaktieren Sie einen Tierarzt, wenn die Symptome anhalten.

Wie schütze ich meine Katze am besten vor Lilien?

Die einfachste Lösung ist, gar keine Lilien ins Haus zu holen. Sagen Sie dem Floristen, wenn Sie einen Strauß bestellen: „keine Lilien”. Bitten Sie auch um den Strauß ohne Taglilien (Hemerocallis) und andere Lilium-Verwandte.

Gibt es einen Unterschied zwischen echten Lilien und „Lilien”, die keine echten Lilien sind?

Ja. Viele Blumen heißen „Lilie”, ohne zur Gattung Lilium zu gehören (z. B. Maiglöckchen, Calla, Friedenslilie). Sie haben eigene Risiken, sind aber nicht so nierentoxisch wie echte Lilien. Im Zweifel behandeln Sie alle „Lilien” als potenziell giftig.

Katze läuft auf Esstisch neben Vase mit roten Schnittblumen in hellem nordischen Zuhause
Katzen sind besonders empfindlich gegenüber Lilien und bestimmten anderen Schnittblumen. Ein Strauß auf dem Tisch ist oft in Reichweite, also platzieren Sie ihn hoch oder wählen Sie Blumen mit niedrigem Risiko.

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Haftungsausschluss. Dieser Ratgeber ist allgemeine Information und ersetzt nicht den Rat des Tierarztes. Bei Verdacht auf Vergiftung ist immer zuerst der Tierarzt zu kontaktieren.

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